Singaraja – Canyoning und Reisfeldtour mit Ji

Singaraja – Canyoning und Reisfeldtour mit Ji

Action und Entspannung pur!

Nach einer doch recht anstrengenden Tagestour kamen wir endlich in Singaraja an. Uns empfing Karien, eine Niederländische Skulptur Künstlerin, welche sich hier ein kleines Paradies geschaffen hat. Dieses Grundstück samt Häuschen, Pool und großem Garten vermietet sie jetzt auf Airbnb, da ihr Mann gestorben ist und sie jetzt bei ihrem neuen Freund wohnt. Man kann diesen Ort kaum in Worte fassen. Der Pool, so erzählt uns Karien, ist so gebaut, dass er sich harmonisch den angrenzenden Reisfelder anschmiegt. Und das Panorama vom Pool aus war einfach ein Traum.

Pool Singaraja

Unser ganz eigener Pool 🙂

Das kleine Häuschen war auf 2 Seiten komplett offen. Natur pur also. Es gab sozusagen 3 kleine Stockwerke, wenn man das so nennen kann. Unten war Küche und Wohnzimmer und in der mitte ein kleiner „Relax Bereich“ wo 2 Kinder schlafen könnten und ein Arbeitsbereich mit Schreibnische. Ganz oben war über Treppen das Schlafzimmer zu erreichen. Dieser Raum war gerade so groß wie das Doppelbett aber echt romantisch.

Das Häuschen hat so viel Charme und Gemütlichkeit, dass es uns bei der Ankunft schon leid tat, dass wir es nur für 2 Nächte hatten. Nach einem Ginger Tee mit Karien und einem interessanten Willkommensgespräch über Bali und wie sie hier her gekommen ist, packten wir schnell unsere Badesachen aus und schmissen uns in den Pool. Der Ausblick über die Reisfelder bis hin zum Horizont wo man das Meer sehen kann war wunderschön.

Romantic converted antique ricebarn Singaraja

Blick aus unserem Häuschen.

Am Abend kochte Ji, der „Buttler“ oder „Hausaufpasser“ , zusammen mit seiner Frau ein köstliches Abendessen für uns. Wir beschlossen am nächsten Tag eine Trekking Tour mit Ji zu unternehmen. Dies war eines der vielen Aktivitäten welche man dort machen konnte. Die Trekkingtour bestand aus einer Reisfeldwanderung, baden in der Dschungel Lagune und so eine Art Canyoning was mit „Sliding and Jumping“ beschrieben war. Wir hatten keine Ahnung was uns erwartet, doch der nächste Morgen war nahe.In der Nacht ist es in Bali oft sehr laut, überhaupt bei offenem Haus 🙂 Die Grillen, Geckos und Hunde in der Nachbarschaft wechselten sich brav ab und versuchten sich gegenseitig zu übertrumpfen.

Häuschen bei Nacht

Trekkingtour – ein Erlebnis!

Am nächsten Morgen bereiteten wir mit Ji unser Frühstück zu und starteten danach unseren Ausflug. Wir gingen zu Fuß ein Stück aufwärts, entlang unserer Straße und bogen dann links auf einem Weg ein. Sofort waren wir in einer wunderschönen Landschaft, inmitten herrlich grüner Reisfelder! Ji erzählte uns jede Menge über die Balinesen, er baut selbst Reis an und es war sehr interessant ihm zu zu hören.Singaraja23 Wir kamen bei Nelkenbäumen vorbei und machten nach einer Weile halt bei einer Familie die Ji kannte und auch Teil der Tour war, wie wir merkten. Dort wurden die Nelken auf einer Plane vor dem Haus getrocknet. Wir bekamen eine Kakaofrucht zu kosten und einer der Familienmitglieder kletterte extra für uns auf eine Palme und holte uns eine frische Kokosnuss! Wir tranken sie aus und Ji teilte sie dann in zwei hälften.

Singaraja24

Ji und Claudia mit einer Kakaofrucht

Mit einem Kokossplitter, welchen Ji mit dem Buschmesser aus der Nuss schlug, kosteten wir auch das Fruchtfleisch der Kokosnuss. Es ist schon toll wenn man das „echte“ Bali kennenlernt, wie die Leute dort leben usw.

Secret Garden of Sambangan Bali

Secret Garden von Sambangan

Weiter ging es dann bergab in eine art Schlucht. Über Stock, Stein und Wasser kamen wir nach einem Stück bei einer wunderschönen Lagune an, dem Secret Garden of Sambangan, welche wir schon auf den Fotos gesehen hatten doch in Echt war sie noch viel schöner! Blaues Wasser umringt von Dschungelartiger Vegetation. Das Wasser war auch nicht so kalt wie die Gebirgsbäche in Österreich also tauchten wir ein, in diese kleine Oase. Ein Einheimischer half uns über den Mini-Wasserfall hinauf und wir Sprangen von einer Anhöhe in den blaugrünen Fluss. Wir schwammen ein wenig gegen die schwache Strömung, links und rechts ging es Steil nach oben und Lianen hingen von allen Seiten herunter. Ich hatte mein Handy mit und filmte und fotografierte im Wasser. Die Fotos und Videos repräsentieren leider kaum, wie einzigartig dieser Ort war.

Nach einer knappen Stunde setzten wir unsere Tour fort, immer am Fluss entlang bis wir zum Kroya Wasserfall kamen, welcher auch in eine große Lagune mündete. Dort trafen wir auf Bekannte von Ji, welche dort mit den Touristen den Wasserfall hinunter rutschen. Wir bekamen jediglich eine Schwimmweste und ab gings. Der Wasserfall ging ca. 15 Meter runter und ich rutschte zuerst. Danach filmte ich Claudia welche nach mir hinein platschte 🙂 Wir schwommen zum Ufer und rutschten gleich nochmal.

Wie ich den Wasserfall hinunter rutsche.

Wie ich den Wasserfall hinunter rutsche.

Danach fragte uns unser Guide, ob wir auch Springen wollen? „Klar!“ sagte ich und folgte ihm zu einem weiteren Wasserfall, welcher ein Stück weiter war. Wir liefen alles Barfuß und ich hoffte nur mir nichts einzutreten, hatten wir doch noch 2 Wochen vor uns! Als wir auf der Klippe Standen und hinunter schauten, dachte ich mir „Najo, ganz schön hoch!“…. Unser Guide erzählte uns dann noch beinhart, dass sein Freund bei dem Sprung in der Regenzeit gestorben ist! Die Wassermassen haben ihn mitgerissen und er ist nicht mehr aufgetaucht. „Na supa..“ auf gehts! Die einzige Instruktionsanweisung war „Long Jump!“ in gebrochenem Englisch und eine pantomimische Geste welche zeige, dass wir ja nicht zu kurz Springen sollten. Und ja, ein Gentlemen, wie ich einer bin, lässt den Frauen natürlich den Vorrang, schließlich hatte ich ja auch das Handy zum Filmen! Also sah ich zu, wie die Claudia mit einem „heiteren“ Jauchzer in die Tiefe sprang. Ca. 2-3 Sekunden später hörte ich nur einen lauten Platscher und kurz darauf schwamm sie auch schon ans Ufer.

Claudia beim Sprung in die Tiefe.

Claudia beim Sprung in die Tiefe.

Ich war dran! Ohne zu zögern hechtete ich nach vorne und genoss den freien Fall in vollen Zügen. Mit einer Kerze, so senkrecht wie ein Turmspringer tauchte ich in das Wasser. Ich berührte sanft den Boden der Lagune und tauchte dann behutsam auf. – So ungefähr lässt sich mein Sprung beschreiben 😉

Wir sprangen noch einmal und gingen dann zum Headquarter zurück, einem Yoga Häuschen mit Blick auf den Wasserfall. Ji hatte uns sogar Mittagessen mitgenommen, welches Reis mit Gemüse eingewickelt in ein Blatt war. Tupperboxen gibt es dort nicht und das fanden wir echt cool, Reis mit den Fingern, typisch balinesisch, aus einem Blatt zu essen. Wir badeten noch ein wenig in der Lagune und wanderten dann zurück zu unserer Unterkunft.

Das war ein unvergessliches Erlebnis und definitiv eines, wenn nicht DAS Highlight unseres Bali Urlaubes. Leider mussten wir am nächsten Tag schon weiter. Sidemen war der nächste Ort auf unserer Route und Ji würde uns am nächsten Tag dort hin führen. Sidemen liegt in der Nähe von Padang Bay, von wo aus die Speedboote zu den Gili Inseln ablegen, was unser nächster längerer Aufenthalt war.

Dazu aber mehr in einem anderen Beitrag 🙂

Im nächsten Beitrag reisen wir weiter nach Sidemen und besichtigen einen Fledermaus Tempel und kommen das erste mal ans Meer. Auch ein sehr skurriles Restaurant mit tollen Ausblick haben wir entdeckt.

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2 Comments


  • Hallo,

    Die Tour mit Ji hört sich ja richtig cool an. War das mit inbegriffen in der Übernachtung oder ist das eher so wenn er gerade Lust und Zeit hat bietet er diese Tour an?
    Wäre echt schade wenn man dort Übernachten würde und man verpasst diese wundervolle Tour.

    Antworten

    • Ja das wäre schade! Nein aber hat nicht viel gekostet ich glaube 40€ für beide!

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